Neuer Autoklav
Investition in die Zukunft
Neuer Autoklav für Vulkanisation sichert
Kapazität und technologischen Vorsprung
Mit dem Austausch unseres Autoklaven investieren wir gezielt in die Zukunft unserer Produktion und stärken gleichzeitig unseren Wettbewerbsvorteil in der industriellen Vulkanisation von Dichtungen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf unserem Alleinstellungsmerkmal: dem Betrieb der längsten Dampfkesselanlage Europas.
Das bewährte Verfahren der diskontinuierlichen Vulkanisation bleibt erhalten, wird jedoch durch den neuen Autoklaven technologisch modernisiert und für zukünftige Anforderungen in der Dichtungsproduktion optimiert.
Eine Ära geht zu Ende: 24 Jahre industrielle Vulkanisation
Unser bisheriger Autoklav (Baujahr 2002) hat in den vergangenen 24 Jahren für die industrielle Vulkanisation in unserer Produktion Herausragendes geleistet und die typische Lebensdauer solcher Anlagen deutlich übertroffen. Während dieser Zeit war er ein zentraler Bestandteil unserer Produktion – von der Phoenix Dichtungstechnik GmbH über ContiTech und Datwyler bis hin zu SEALABLE.
Über die Jahre hinweg wurden rund 7000 Tonnen Gummi in seinem Kessel vulkanisiert.
Daraus entstanden ca. 17 Millionen Meter Dichtungsprofile für Anwendungen im Gleisoberbau, Tunnelbau, Tiefbau und Wasserbau. Damit hat der Autoklav maßgeblich zur Herstellung hochwertiger technischer Gummidichtungen beigetragen.
„Mit dem Hersteller des neuen Autoklaven, Scholz Maschinenbau, setzen wir auf einen erfahrenen Partner, mit dem uns eine langjährige Zusammenarbeit verbindet. Unsere Dichtungen werden nicht nur im Autoklaven vulkanisiert, sondern auch in deren Anlagen verbaut.“
Erklärt Michel Last, Leiter Instandhaltung bei SEALABLE.
Die geplante Umbaudauer von 9 Wochen, inklusive aller TÜV-Abnahmen und der finalen Betriebserlaubnis, lief planmäßig ab und wurde von unserer Maschinentechnik im laufenden Betrieb durchgeführt.
Impressionen
Mit dieser Investition stellen wir sicher, dass wir die steigende Nachfrage zuverlässig bedienen und unser technologisches Alleinstellungsmerkmal langfristig sichern können. Gleichzeitig erschließen wir Zukunftsmärkte wie die erneuerbaren Energien. Der neue Autoklav steht somit nicht nur für Ersatz, sondern für eine gezielte Weiterentwicklung unserer Produktionsanlagen.
Andreas Artus, Leiter Verfahrenstechnik bei SEALABLE
Warum ein neuer Autoklav?
Die Entscheidung für die Investition in einen neuen Autoklaven ist vor allem strategisch geprägt: Die Nachfrage nach Dichtungen, die im diskontinuierlichen Vulkanisationsverfahren hergestellt werden, steigt stetig. Besonders dynamisch entwickelt sich dabei der Bereich erneuerbare Energien. Dichtungen für Windkraftanlagen werden ebenfalls im Kessel vulkanisiert und stellen hohe Anforderungen an Material und Fertigung. Um diese Entwicklung langfristig bedienen zu können, sind moderne Anlagen und ausreichende Kapazitäten entscheidend.
Ein zentraler Aspekt der Investition ist die Sicherung unseres Alleinstellungsmerkmals. Mit einer Länge von 42 m betreiben wir die längste Dampfkesselanlage Europas.
Diese Dimension ermöglicht die Herstellung von Dichtungsprofilen mit Längen von bis zu 40 m sowie großen Querschnitten bis 320 mm Breite oder 180 mm Höhe bei einem Metergewicht von bis zu 22 kg. Damit decken wir einen Leistungsbereich ab, der nur von wenigen Anbietern in der industriellen Gummiverarbeitung erreicht wird.